|
Ausstellungen |
|
|
|
|
F. A. Schmalfuß (1791-1876) gehört zu den bedeutendsten Porträtmalern der Niederlausitz. Im Jahre 1829 heiratete der Maler, Musik- und Zeichenlehrer Henriette Leichhardt (1811-1889), eine ältere Schwester des berühmten Australienforschers Ludwig Leichhardt (1813-1848). Während seiner Gymnasialzeit in den Jahren 1829-1831 wohnte der junge Leichhardt bei seinem Schwager F. A. Schmalfuß in Cottbus. Er erhielt vom Künstler, der bei Johann Friedrich Mattäi an der Dresdner Kunstakademie studiert hatte, in seiner Freizeit Mal- und Zeichenunterricht. Das war zur damaligen Zeit für Naturwissenschaftler besonders wichtig, die Fotografie wurde erst 1839 entwickelt, weil die unerläßliche Darstellung naturkundlicher Objekte nur mit zeichnerischen Mitteln möglich war und wissenschaftliche Genauigkeit verlangte. In all der Zeit war Schmalfuß für Leichhardt ein väterlicher Freund. Bis zum rätselhaften Verschwinden von Ludwig Leichhardt in der Weite Australiens im Jahre 1848 gab es zwischen beiden Männern eine enge Brieffreundschaft. Die heute noch erhaltene Briefsammlung bildete die Grundlage für die spätere Leichhardt-Forschung und für zahlreiche Biografien über den Australienreisenden. Die Sonderausstellung ist die erste Retrospektive über den Maler, Musik- und Zeichenlehrer sowie späteren Cottbuser Fotografen F. A. Schmalfuß. In der Kollektion werden zahlreiche Werke des Künstlers, Familienbilder, Wander-Skizzen und Pflanzenzeichnungen sowie seine Lebensabschnitte in Cottbus erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftswerk der Kommunalen Stiftung Fürst Pückler Museum, Park und Schloß Branitz/ Cottbus, des Landkreises Oder-Spree, der Gesellschaft Ludwig Leichhardt e.V. Trebatsch und des Arbeitskreises "Ludwig Leichhardt" im Naturwissenschaftlichen Verein der Niederlausitz e.V. Cottbus. Ausstellungszeitraum: 12. September 1999 bis 31. März 2000
|