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Der Zitronenfalter - Insekt des Jahres 2002

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Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

Ordnung: Schmetterlinge
Familie: Weißlinge
Kennzeichen:
  • Männchen: charakteristische leuchtend gelbe Farbe, welche dem Zitronenfalter seinen Namen gab
  • Weibchen: hellere zartgrüne, fast weiße Flügel (nicht mit dem Kohlweißling verwechseln!)
  • rötlicher Punkt in der Flügelmitte
Größe: 50-55mm Flügelspannweite, 35mm Körperlänge
Verbreitung: Europa, Nordafrika, Asien
Der Zitronenfalter ist in Wäldern, aber auch in Gärten oder Siedlungsgebieten anzutreffen.
Fortpflanzung: Nach der Paarung im Frühjahr erfolgt die Eiablage durch das Weibchen von April bis Juni besonders an Waldrändern. Die Raupen ernähren sich hauptsächlich vom Faulbaum und Kreuzdorn. Nach Raupenstadium und zwei Wochen Puppenruhe können die ersten jungen Falter noch im Juni schlüpfen.
Der Zitronenfalter wird bis zu 9 Monate alt, er ist damit der Tagfalter mit der längsten Lebensspanne. Er überwintert steifgefroren in einem Gebüsch oder im Laub als fertiger Schmetterling. Da andere Arten den Winter als Raupe verschlafen, ist er im Frühjahr als einziger Schmetterling einer der ersten Frühlingsboten.
   
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
Der Zitronenfalter faltet in Ruhestellung seine Flügel zusammen.
Admiral
Im Vergleich dazu breitet der Admiral seine Flügel beim Sonnenbad aus.

Der Zitronenfalter wird zwar seltener, ist aber im Gegensatz zu vielen seiner Schmetterlings-"Kollegen" nicht akut vom Aussterben betroffen. In Deutschland gibt (gab?) es 3600 verschiedene Schmetterlingsarten!
Das Kuratorium "Insekt des Jahres" hat diesmal bewusst ein noch relativ häufig vorkommendes und bekanntes Insekt ausgewählt, damit interressierte Menschen die Chance haben, das "Insekt 2002" in der Natur beobachten zu können.

Die Hauptursache für das Aussterben von Arten sind Verstädterung und Zerstückelung der Landschaft und der Verlust von Lebensräumen. Diese Probleme können sicher nicht durch Einzelpersonen gelöst werden, doch einigen Tierarten kann man auch durch eigene Initiative helfen. Auf dem kurzgeschorenen Rasen eines penibel gepflegten Kleingartens finden Schmetterlinge keine Nahrung und damit keine Heimat. Haben Sie etwas Mut zur Unordnung im heimischen Garten und geben Sie Insekten, Vögeln und Kleinsäugetieren eine Chance. Das Anlegen einer Blumenwiese mit einheimischen Blumen, ein paar Sträucher und ein Ast- oder Laubhaufen unter einem Busch sind der erste Anfang.
Exotische Pflanzen sind für unsere heimischen Tierarten steril. Arten, welche sich auf spezielle einheimische Blumen oder Gehölze spezialisiert haben, müssen zwangsläufig aussterben, wenn ihre "Lieblings"-Pflanzen verdrängt werden. Mit dem Pflanzen eines Faulbaumes oder Kreuzdorns kann man z.B. den Zitronenfaltern helfen. Als Gegenleistungen werden er und andere Schmetterlinge Sie während des Sommers mit ihrem farbenfrohen Geflatter erfreuen.

Text/ Fotos: D. Nette

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Verweis


Ludwig Leichhardt - "Humboldt Australiens"


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