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Die Weißtanne - Baum des Jahres 2004 |
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Die Weißtanne (Abies alba) - Baum des Jahres 2004 Die Weißtanne (Abies alba), ist ein
immergrünes Nadelgehölz. Die Gattung Abies, die ca. 50 Arten
umfasst, gehört zu den Kieferngewächsen (Pinaceae). Weiterhin
gehören zu den Kieferngewächsen neben der Kiefer auch Lärche,
Fichte, Hemlocktanne und Douglasie. Beschreibung 40-50 m hoher Baum mit kegelförmiger, im Alter gerundeter
Krone; Stammdurchmesser bis 3 m, im Freistand bzw. Einzelstand fast bis
zum Grunde beastet. Blätter Die Nadeln sind linealisch, dunkelgrün, unterseits
blassgrün mit zwei silberweißen Spaltöffnungsstreifen,
V-förmig aufgerichtet an den Trieben angeordnet. Sie sind 1,5-2,5
cm lang, 2-2,5 mm breit abgeflacht und an der Spitze abgerundet oder leicht
eingekerbt. Die Lebensdauer der Nadeln beträgt 8-10 Jahre. Blüten und Zapfen Die Weißtanne ist einhäusig, getrennt geschlechtig
und windblütig. Sie erreicht ihre Blühfähigkeit im Alter
von 40-60 Jahren und blüht im Monat Mai-Juni an den Vorjahrestrieben
im unteren und mittleren Bereich der Kronenspitze. Männliche Blüten
sind walzenförmig, 2-2,5 cm lang, bis 6 mm breit und meist nach unten
gerichtet. Die Pollenfarbe ist gelblich. Die weiblichen Blütenzapfen
sind zylindrisch, 3-5 cm lang, 1 cm breit, hellgrün und aufrecht
stehend auf der Oberseite kräftiger, vorjähriger Triebe. Männliche
und weibliche Blüten kommen nur ganz selten auf demselben Zweig vor.
Die Samenreife der Zapfen wird im 1. Jahr in den Monaten September-Oktober
erreicht. Die Zapfen sind 10-15 cm lang, 3-5 cm breit und hell bis rotbraun.
Die reifen Zapfen zerfallen nach der Samenreife und die verholzte Zapfenspindel
verbleibt noch Jahre aufrecht stehend auf den Zweigen. Verbreitung Die Weißtanne kommt in Mitteleuropa von den deutschen
Mittelgebirgen (besonders häufig in Vogesen und Schwarzwald) bis
östlich von Minsk, von den Alpen - mit Ausnahme der Zentralalpen
- bis in die Karpaten, südlich bis zum Balkan, in Italien, Ostfrankreich
und in Spanien in den Pyrenäen vor. Für die Niederlausitz werden
aus der Gegend von Finsterwalde und Lauchhammer Vorkommen erwähnt. Standorte Die Weißtanne ist Schatten- und Humuskeimer. Andere Arten Weitere bei uns bekannte Arten sind die aus dem pazifischen Raum Nordamerikas stammende Colorado-Tanne (Abies concolor), ebenso die Riesen-Tanne (Abies grandis), die aus dem Kaukasus stammende Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana) und die in unseren Gärten sehr beliebte Korea-Tanne (Abies koreana). Wirtschaftliche Bedeutung Heute hat die Weißtanne, bedingt durch ihre Empfindlichkeit gegenüber den Umweltveränderungen, kaum noch Bedeutung. In Dänemark wird sie forstwirtschaftlich als Weihnachtsbaum verstärkt neben der Nordmanntanne angebaut. Als Parkbaum war sie in Deutschland nie von Bedeutung. Das Holz der Weißtanne ist gelblich bis grauweiß, weich-elastisch und trocknet sehr schnell, ohne stark zu schwinden. Da es sehr wenig quillt, ist es deshalb bei länger anhaltender oder wechselnder Feuchtigkeit für den Erd- und Wasserbau sowie für Dachschindeln bestens geeignet. Wegen der sehr guten Resonanzeigenschaft hat es im Musikinstrumentenbau einen hohen Stellenwert. In der Volksmedizin wurden die Nadeln früher wegen des in ihnen enthaltene Glykosid Conifirin als Appetit anregender Tee genutzt. Die Tanne in der Erdgeschichte Die Tanne tritt schon im Alttertiär auf (ab Obereozän
vor ca. 40 Millionen Jahren). In den Ablagerungen des Jungtertiärs
der Ober- und Niederlausitz, u.a. Tgb. Klettwitz, Großräschen
und Crinitz, kommen gehäuft Samen (Abies resinosa) und Nadeln (Abies
sp.) vor, die zur heutigen Weißtanne Beziehungen haben. Tannen-Nadeln aus dem Tgb. Klettwitz, ca 10 Mill. Jahre alt Quellen BENKERT (1998):Verbreitungsatlas
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