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Chronik der Fachgruppe Geologie/Mineralogie
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20 Jahre Fachgruppe Geologie/Mineralogie
Die Fachgruppe
Geologie/Mineralogie Cottbus blickte am 13.11.1996 auf ihr 20 jähriges
Bestehen.
Dies war Anlaß, die Entwicklung der Fachgruppenarbeit
zu analysieren. Die bereits in den ersten Jahren seit der Gründung vorrangigen
Aufgabenstellungen zogen sich wie ein Leitfaden bis zur heutigen Zeit
hindurch und werden auf der Grundlage umfangreicher Jahresprogramme auch
jetzt noch verwirklicht.
Weit vor der Gründung der Fachgruppe gab es erste Bestrebungen gemeinsam
mit anderen Sammlern und Fachgeologen geologisch - mineralogisch tätig
zu sein. Bereits 1950 bildete Dipl.-Ing. Siegmund, er war Lehrkraft an
der Bergschule Senftenberg, die erste Fachgruppe.
Vielfältige Aktivitäten wie Besuche geologischer Sammlungen und zahlreiche
Exkursionen wurden durchgeführt, aber auch zu anderen Fachgruppen Kontakte
geknüpft.
Am 13.11.1976 beschlossen 16 Interessenten die Gründung
der Fachgruppe Geologie/Mineralogie Cottbus, so unter anderem bekannte
Cottbusser wie Dr. Kurt Elze, Dr. Otto Rindt, Wilhelm Scholz, Hans Werner
Buchholz, Dipl.-Geol. Rolf und Ursula Striegler, aber auch Vertreter der
ehemaligen Bezirkststelle für Geologie Dipl.-Geol. Werner Nowel, Dipl.-Geol.
Harald Hanisch, um nur einige zu nennen.
Ziel und vorrangige Aufgabe war es, möglichst viele Interessenten zu einer
kontinuierlichen Fachgruppenarbeit, für eine sinnvolle Freizeitgestaltung
anzuregen. Als Fachgruppenleiter wurde Dr. Kurt Elze gewählt.
In Fachvorträgen, Arbeitsseminaren und Exkursionen bemühte sich die Leitung
mit Erfolg, Mitgliedern und Gästen ein umfassendes und gut fundiertes
Wissen um die Entstehungsgeschichte der Geologie und Mineralogie speziell
in der Niederlausitz zu vermitteln.
Ein weiteres Bemühen war es, für die Fachgruppenarbeit mehr Jugendliche
einzubeziehen und sie gleichzeitig durch die Teilnahme an Spezialistenlagern
für die Geologie und Mineralogie zu gewinnen. Das Sammeln mineralogischer
und paläontologischer Funde in unserer für dieses Hobby eigentlich armen
Region bedarf einfach der fachkundigen Unterstützung, die über Jahre durch
ausgebildete Geologen gesichert wurde und wird. Inzwischen haben sich
die damals jungen, unerfahrenen Sammler in vielen Fällen zu Spezialisten
entwickelt.
Abb.: Mineralientag
(Foto: I. Hölzel)
1985 war ein Jahr der Gemeinsamkeit
mit der befreundeten Fachgruppe des Bohr und Schachtbaues Welzow, der
erste Mineralientauschtag wurde ins Leben gerufen. Mit großer Resonanz
wurde er von den Sammlerfreunden aus nah und fern angenommen. Dieser Tauschtag
beflügelte uns, diesen Tag zu einer Tradition werden zu lassen. Aus dem
anfänglichem Tauschtag entwickelte sich im Laufe der Jahre, den veränderten
Bedingungen angepaßt, ein Mineralientag mit regionaler Prägung. Er ist
heute der einzige zwischen Dresden und Berlin, der die Wende überstanden
hat. Das ist Ausdruck des Bemühens der Mitglieder unserer Fachgruppe.
1986 wurde nach 10 jährigem Bestehen die Verantwortung
für die Fachgruppe in andere, jüngere Hände übertragen. Der langjährige
Vorsitzende und Mitbegründer der Fachgruppe OPhR Dr. Kurt Elze wurde im
Alter von 86 Jahren ehrenvoll verabschiedet und durch den Kulturbund für
sein Engagement und Bemühen um Natur und Umwelt geehrt. Als neuer Vorsitzender
wurde Klaus Hamann gewählt.
1986 gehörten der Fachgruppe 38 Sammler und Sammlerinnen
an, die sich auch zukünftig zielgerichtet den neuen Aufgaben widmeten:
- rege Tauschtätigkeit im Rahmen der Fachgruppe wie
auch überregional mit anderen Fachgruppen
- monatlich Zusammenkünfte mit interessierten Fachvorträgen
durch Mitglieder der Fachgruppe und Gastreferenten
- wachsendes Bemühen um die regionale Geologie und Umwelt,
insbesondere durch Dr. Kurt Elze und Dr. Otto Rindt
- Mineralienausstellung zu besondere Anlässen
- Exkursionen in die nähere Umgebung und zu interessanten
Mineralienfundpunkten
- stetes Bemühen um jugendliche Mitglieder und Gäste
für ein umweltbewußtes Verhalten und eine sinnvolle Freizeitgestaltung.
Wiederum vier Jahre später, nach Öffnung der Grenzen,
nahm die Fachgruppe erste Kontakte mit Sammlerfreunden der Bezirksgruppe
der VFMG Osnabrück auf.
Die erste Exkursion führte uns nach Auerbach /Vogtland zum Schneckenstein
und Kamsdorf.
Leider konnte unser langjähriger Vorsitzender das nicht mehr miterleben,
am 26.01.1990 verstarb Dr. Kurt Elze im Alter von 90 Jahren.
Abb. 2: Exkursion in den Kalkbruch Rüdersdorf
(Foto: I. Hölzel)
1991 erfolgte der Eintritt der
Fachgruppe in den Naturwissenschaftlichen Verein der Niederlausitz e.V.,
dem Förderverein des Museums der Natur und Umwelt.
Die Veränderungen nach 1989 wirkten sich auch auf die Mitgliederstärke
unserer Fachgruppe aus. Von ehemals 38 reduzierte sich die Anzahl auf
20 Mitglieder.
Aufbauend auf das Fachgruppenleben der letzten Jahre sind wir bemüht,
die Fachgruppenarbeit zu forcieren, den Naturwissenschaftlichen Verein
der Niederlausitz e.V. in seinen Zielstellungen zu unterstützen, aber
auch die Beziehungen zur Bezirksgruppe der VFMG Osnabrück auszubauen.
Gemeinsam haben wir unter anderem Exkursionen in den Flechtinger Höhenzug,
nach Rüdersdorf bei Berlin und in das Erzgebirge unternommen. Die Eifel
hat uns zweimal mit ihren Fundmöglichkeiten begeistert.
Zum 20 jährigen Jubiläum wurde von den Fachgruppenmitgliedern
die Sonderausstellung "Schatzgräber - Cottbuser Mineraliensammler
stellen aus" gezeigt.
Text: Klaus Hamann (aus "Natur und Landschaft in
der Niederlausitz" Heft
17)
Sonderausstellung
"Schatzgräber - Cottbuser Mineraliensammler stellen aus"
Fachgruppe
Geologie/Mineralogie
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