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Hier wird eine Moorlandschaft
nachgestaltet, wie sie vor 17 Millonen Jahren, zur Zeit der Bildung
des in den Tagebauen gewonnenen 2. Niederlausitzer Braunkohlenflözes,
in weiten Teilen der Niederlausitz anzutreffen war.
Im Gegensatz zur Flußlandschaft
des Tertiärwaldes war das Kohlemoor sehr nährstoffarm,
es blieb vom Fluß, der Sedimentmaterial und Nährstoffe
mitbrachte, weitgehend unberührt. Die Moorablagerungen bestanden
fast nur aus Pflanzensubstanz als Ausgangsmaterial für die
Kohlebildung.
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Kohlemoor
(Foto: S. Striegler)
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In der Kohle sind gut erhaltene größere Pflanzenreste
wie im Blätterton von Wischgrund selten. Untersuchungen der Braunkohle,
meist im mikroskopischen Bereich, zeigen uns eine Abfolge verschiedener
Moortypen, die sich in einem subtropischen Klima nacheinander, einer aus
dem anderen entwickelten.
Heutige vergleichbare Pflanzen wachsen in subtropischen
Gebieten Ostasiens, Nordamerikas und des Mittelmeergebietes.
Die Moorentwicklung begann mit Sumpfwald, in dem
die Wasserfichte, eine Verwandte der Sumpfzypresse, wuchs. Der von diesem
Moortyp gebildete Torf wurde zum Substrat für das folgende Buschmoor,
ein dichtes immergrünes Moorgebüsch mit Magnolien und Heidekrautgewächsen.
Wo der Boden fest genug war, wuchsen auch Eichen mit schmalen ganzrandigen
Blättern, Spießtanne und Mammutbaum. Absenkung des Untergrundes
und dadurch bedingter höherer Wasserstand führte zu einem Riedmoor
(Grasmoor) mit Seggen und Wollgras, auf offenen Wasserflächen Seerosen
und auf festeren Standorten Gagelsträucher. Bei Verlandung entwickelte
sich daraus ein Kiefern-Waldmoor mit Fächerpalmen, Sicheltannen,
Heidekrautgewächsen und Gagelsträuchern. Bei weiterer Verlandung
folgte ein Schirmtannen-Hochmoor.
Diese verschiedenen Moortypen können sich in Abhängigkeit vom
Wasserstand auch nebeneinander entwickeln, wie es in unserem Kohlemoor
dargestellt wird.
Fossiler Mammutbaumstubben
(Foto: S. Striegler)
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Der fossile Mammutbaum-Stubben wurde im Tagebau
Klettwitz im 1.Lausitzer Flözhorizont gefunden. Er ist mit
einem Stammdurchmesser von 3,20 m und einem Wurzelstockdurchmesser
von 5,00 m das größte Sammlungsstück des Museums.
Dieser Nadelbaum lebte vor 15 Millionen Jahren inmitten des Niederlausitzer
Kohlemoores auf einer kleinen Sandkuppe und erreiche ein Lebensalter
von etwa 1200 Jahren, wie an den Jahresringen abzählbar ist.
Nach Holzuntersuchungen gehört der Stubben zur fossilen Art
Sequoioxylon gypsaceum, die dem heutigen Küstenmammutbaum (Sequoia
sempervirens) entspricht.
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Die während des Quartärs
mit dem Inlandeis aus Skandinavien und dem Ostseeraum bis in unser
Gebiet transportierten Findlinge kommen in großer Anzahl durch
den Braunkohlenbergbau zu Tage.
So konnte eine Kollektion von ausgewählten
skandinavischen Leitgeschieben (z.B. Rapakiwi-Granit aus Finnland,
Ostseeporphyr aus der Ostsee, Dalaquarzit aus Mittelschweden, Schonenbasalt
aus Südschweden, Larvikit aus Norwegen) aus Niederlausitzer
Tagebauen zu einer Findlingsallee zusammengestellt werden.
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Teil der Findlingsallee
(Foto: I. Striegler)
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