Festveranstaltung des NVN e.V. zum 30-jährigen Bestehen des Tertiärwaldes im Spreeauenpark Cottbus

Am 16. September trafen sich Mitglieder des NVN e.V. und Gäste zu einer Festveranstaltung im Park-Cafe im Spreeauenpark Cottbus.

Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführerin der CMT Cottbus Frau Daniela Kerzel richteten

  • Frau Kerstin Kircheis, Landtagsabgeordnete des Landes Brandenburg
  • Dr. Wolfgang Bialas, Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadtverordnetenversammlung Cottbus
  • und Herr Thomas Bergner, Dezernent der Stadt Cottbus

ihre Grußworte an das Publikum.

Alle Redner dankten Ursula und Rolf Striegler, den Mitgliedern des Arbeitskreises Tertiärwald und dem Naturwissenschaftlichen Verein der Niederlausitz für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Pflege und Weiterentwicklung dieses botanischen Kleinods.

Herr Bergner erinnerte daran, dass der Tertiärwald seinen Ursprung eigentlich schon 1974 hatte als die ersten fossilen Blätter, Früchte und Samen aus dem Blätterton von Wischgrund, einem ehemaligen Ortsteil von Kostebrau bei Lauchhammer, geborgen wurden. Später, während der wissenschaftlichen Auswertung der Funde, hatten Ursula und Rolf Striegler die Vision diesen Wald, wie er vor 10 Millionen Jahren im Bereich der Ur-Elbe existierte, wieder auferstehen zu lassen.

Mehr Informationen siehe hier und hier.

Ursula Striegler berichtete anschließend in ihrem Vortrag vom langen Weg von der ersten Idee bis zu dem Arboretum wie es die Besucher des Spreeauenparks heute besichtigen können.

Es wurden Fotos von den ersten Spatenstichen und Baumpflanzungen gezeigt. Frau Striegler berichtete von den vielen Erfolgen und Schwierigkeiten, welche sich im Verlaufe der Entstehung und Weiterentwicklung des Tertiärwaldes ergaben. Ein Höhepunkt war die Einbindung des Tertiärwaldes in das Konzept der 1995 stattgefundenen Bundesgartenschau.

Der Verein benötigt auch in Zukunft die Unterstützung seitens der Stadt Cottbus und dankte der Stadt und seinen Sponsoren für die bisherige Hilfe.

Durch das Programm führte Christian Risse. Dr. Oliver Niemzig begleitete die Veranstaltung musikalisch mit Stücken von Schostakowitsch und eigenen Kompositionen.

Anschließend gab es Gespräche bei Kaffee und Kuchen.

Nach der Feierstunde wurden während eines Rundgangs durch den Tertiärwald neue, von der Sparkasse Spree-Neiße gespendete, Gehölzschilder eingeweiht.
Rolf Striegler führte die Teilnehmer durch die Findlingsallee und den Tertiärwald, machte auf besondere Gehölze aufmerksam und erzählte Anekdoten vom Gedeihen des Projektes. So gibt es neuerdings Probleme, die einmal nicht finanzieller Natur oder wetterbedingt sind. So haben die Biber in den letzten Jahren den Tertiärwald für sich entdeckt und fressen an Parrotie und Amerikanischer Rotbuche.

Am Info-Stützpunkt des NVN klang die Veranstaltung mit einem Glas Sekt aus.

Festveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des Tertiärwaldes